Unsere Anlage

Folgende voneinander unabhängige Systeme sind vorhanden:

  • Hauptbahn: Durchgehend zweigleisig, elektrifiziert und mit großzügiger abwechslungsreicher Streckenführung, welche sich durch beide Räume erstreckt. Sie nimmt einen Großteil des Verkehrsgeschehens ein.
  • Nebenbahn: (Nun) Normalspurig, nicht-elektrifizierter Abzweig von der Hauptbahn im Österreich-Raum. Die Strecke führt vom Bahnhof "Vordemberg" in das Dorf "Tannenbach".
  • Carsystem: Innerstädtischer Kraftfahrzeugverkehr im österreichischen Vordemberg, welcher an seinem winterlichen Stadtrand auch Aufstiegshilfe für Alpinschifahrer bietet.
  • Stadtbahnstrecke: Mit einem Betriebsgleis an die Hauptbahn angebundene Hochbahn, welche mit ihren seitlichen Stromschienen der S-Bahn Berlin nachempfunden wurde und in "Neustadt" den Nahverkehr abdeckt. Sie ist sowohl im Obergrund als auch im Untergrund mit Umstieg zur Hauptbahn angebunden.
  • Straßenbahnstrecke: Eine auffällige Strecke, die fast ganz Neustadt erschließt.
  • Schmalspurstrecke: Ein der (klassischen) Mariazellerbahn nachempfundener elektrifizierter Streckenteil, der mit seiner (einzig sichtbaren) Haltestelle "Fichtenberg" dem Wintertourismus dient.

 

Schattenbahnhöfe

Die Infrastruktur und bauliche Umgebung der Anlage ist so gestaltet, dass ein Betrieb mit kleinen Kompromissen möglich ist, ohne dass große Stilbrüche auftreten. Auch wenn mittlerweile der Landschaftsbau fast vollständig ist und sich weitläufige Bahnhöfe und Gleisanlagen dem Betrachter öffnen, spielt sich ein erheblicher Teil des Betriebs unterirdisch ab.

Zum Abstellen der rund 140 Zuggarnituren sind neun Schattenbahnhöfe (unsichtbare Abstellanlagen) in drei Ebenen mit insgesamt 20 Sektoren vorhanden. Ein Sektor umfasst maximal 8 Abstellgleise nebeneinander. Pro Gleis können bis zu 4 Garnituren hintereinander geparkt werden. Die einzelnen Bereiche kann man gezielt abrufen. Die Züge haben fixe, gelistete Abstellplätze. Zwei der Abstellanlagen mit jeweils einem Einzelsektor bieten die Möglichkeit Garnituren bedarfsweise zur Erhöhung der Zugdichte hervorzuholen - ohne sie austauschen zu müssen.

Das Prinzip der Schattenbahnhöfe erfolgt im 1:1 - Austauschverfahren. Ein initieller Zug wird in die Einfahrt des Schattenbahnhofs geschickt. Diese erste Garnitur aktiviert das anzufahrende Gleis im Schattenbahnhof und lässt den ersten führenden Zug losfahren. Der dadurch freiwerdende Abschnitt wird mittels automatischen Nachrückens wieder belegt. Der Vorgang wiederholt sich je nach Anzahl der vorhandenen "Stoppstellen" bis die "auslösende" Einheit in den letzten freigewordenen Sektor fährt.




Grundlegende Steuerungstechnik

Die Steuerung der Hauptbahn erfolgt grundsätzlich analog. Schaltmagnete auf den führenden Fahrzeugen liefern über Reedkontakte (in den Gleisen eingebettet) Schaltimpulse an komplex verzweigte Relaissysteme. Alle Bahnhöfe können bei Bedarf mit automatischer Blocksteuerung betrieben werden. Die Strecken sind durchgehend mit Signalen und einem vereinfachtem Blocksystem gesichert. Da betriebliche Sicherheit ein sehr wichtiges Kriterium für uns darstellt, hat die analoge Steuerung in den 35 Jahren ihres Aufbaues große Komplexität, aber auch einen einfachen Grad der Automatik erreicht. Diverse Vorgänge lassen sich mit ausgefeilter Methodik automatisch durchführen.

Analogsteuerung

Ein vollständiger Digitalbetrieb wurde aus Kostengründen und wegen der Anzahl an nicht-nachrüstbaren Fahrzeugen und wegen dem ureigenem Charme verworfen. Wir werden daher als eine der größten analogen Vorführanlagen in Österreich auch in Zukunft analog fahren setzen. JEDOCH... halten auch bei uns digitale Systeme als unterstützendes On-Top Einzug. Beispiel ist die alternative Steuerung der Nebenbahn und Beleuchtungssysteme.

 

Steuerpulte

Selbstverständlich bietet jedes unserer Stellpulte ein einzigartiges Erlebnis. Von Start-Ziel-Automatik, über simplifizierte Fernsteuerung bis hin zum komplett händischen Betrieb ist alles möglich und teilweise auch notwendig. Eine schöne Struktur, die legendären Kleinbahn-Trafos und Einfahrtskameras dürfen natürlich nicht fehlen. Gesichert wird jedes Stellpult durch entsprechende Analog-, oder Digitaltechnik, ehe eine jede Lokomotive wieder unter Volldampf bzw. Spannung steht.

Stellpult Deutschland Stellpult Schattenbahnhof
Stellpult Nebenbahn Stellpult Österreich

 

Stadtbahn

Die Stadtbahn wurde als eingleisige Pendelstrecke realisiert. Sie besitzt am Bahnhof Neustadt über eine Y-Verzeigung zwei Bahnhofsteile (Hochbahntrasse und Untergrund mit je 2 Hoch- und Tiefbahnsteige) und führt über eine Zwischenhaltestelle zum äußersten Stadtrand. Nach dem Vorbild der Berliner S-Bahn ist eine Stromschiene zur Stromversorgung der S-Bahn-Triebwagen modellbauerisch nachempfunden bzw. angedeutet. Die Stadtbahngleise werden in der Regel von Fahrzeugen der Berliner S-Bahn im Pendelbetrieb befahren. In seltenen Fällen wird die Trasse auch anderweitig genutzt und über Verbindungsgleise mit Diesel- oder Dampflokomotiven befahren.

Stadtbahn

Abseits von der sonst übrigen Schaltung wird einzig die Zwischenhaltestelle über Infrarotlichtschranken und Dioden-Arrays zur Geschwindigkeitsminderung, welche ein Mikrocontroller verwaltet, gesteuert. 

 

Straßenbahn

Die Straßenbahn besteht aus zwei Wendeschleifen und einer teilweise zweigleisigen Strecke mit 3 Haltestellen. Die Strecke führt quer durch Neustadt, am Bahnhof vorbei und durch die nähere Umgebung des Bahnhof Neustadt. Eine der beiden Wendeschleifen besitzt ein Ausweichsgleis, durch welches Züge sowohl manuell als auch automatisch ausgetauscht werden können. Je nach Fahrtag verkehren Straßenbahnen der jeweiligen Epochen - meist aus Deutschland oder Österreich. Außerdem gibt es Verkehrsampeln, welche auf die Straßenbahn abgestimmt sind bzw. durch diese beeinflusst werden. 

Besonderheit sind zudem die von den Straßenbahnen ausgelöste Kontakte, welche zum genauen Halt nach dem Überfahren von Reedkontakten fixe Zeitverzögerungen  verwenden. Für verschiedene Straßenbahnen können durch Zu- und Wegschalten mittels Zusatztrafos unterschiedliche Geschwindigkeiten eingestellt werden, was wichtig ist, da die Geschwindigkeit die Haltegenauigkeit bestimmt. 

Straßenbahn
 

 

Car-System

Modellautos, Busse und LKWs, die mit eigenem Motor und Akku ausgerüstet sind, befahren die Ortschaft Vordemberg im Österreich-Raum. Die Fahrzeuge reagieren mittels der vom Hersteller eingebauten Technik auf Stoppstellen und folgen einem unter der Asphaltfarbe verlegten Magnetband. Servo-Weichenantriebe verschieben das Magnetband, um an Kreuzungen ein Abbiegen zu ermöglichen.

Die aktuelle Position der Fahrzeuge wird über Sensoren, welche auf den Lenkmagnet der Fahrzeuge reagieren, erfasst. Die Steuerung erfolgt mittels Mikroprozessoren. Diese ermöglichen durch gezielte Programmierung logische Verknüpfung zwischen den Sensoren, Weichen und Stoppstellen und damit u.a. einen automatischen Betrieb. Ein Einsehen des automatischen Betriebs oder ein manueller Eingriff ist über eine Weboberfläche (von PC, Smartphone und Tablet aus bedienbar) möglich.

 

Schmalspurbahn

Nach einer kräftigen Reduzierung der Gleisanlage wurde die romantische Streckenführung am Winterwald beibehalten, durch die Haltestelle Fichtenberg ergänzt und ein kleiner Schattenbahnhof mit 6 Gleisen sowie eine eigene Steuerzentrale im Inneren des Schibergs errichtet. Um auch künftig Gastfahrzeuge weitgehend ohne technische Vorbedingungen einsetzen zu können, basiert die Steuerung auf einer Zugdetektion durch Infrarotgeber (oberirdischer Bereich) bzw. vertikale Lichtschranken (unterirdischer Bereich). Es ist sowohl ein manueller als auch vollautomatischer Betrieb mit maximal 6 Zügen möglich, wobei auch zwischen Güterzügen (Durchfahrt in Fichtenberg) und Zügen mit Halt in Fichtenberg unterschieden wird.

Stellpult SchmalspurbahnBahnhof Fichtenberg

 

Seilbahn

Vergleichsweise einfach erfolgt der Betrieb auf der Seilschwebebahn auf das Jodljoch, die zwischen der Talstation unweit des Bahnhofsgebäudes von Vordemberg und der Bergstation pendelt. Das Problem des Zugangs zur Bergstation im Wartungs-/Reparaturfall ist recht elegant gelöst durch eine Standfläche im Inneren des Schibergs, die eine relativ ergonomische Körperposition ermöglicht.

 

Hersteller der Modelle

Zum Einsatz kommen Fahrzeuge folgender Hersteller: Bachmann, Brawa, Fleischmann, Gützold, Jägerndorfer, Kleinbahn, Klein-Modellbahn, Liliput, Lima, Märklin, Piko, Rivarossi, Roco, Trix und so manche Kleinserienhersteller.

Für die Ausgestaltung der Anlage werden Produkte aller namhaften Hersteller verwendet wie z.B. Auhagen, Faller, Kibri, Noch, Pola, Vollmer und andere.

Die Oberleitung im DB-Bereich stammt von Viessmann, im ÖBB-Abschnitt wurde die Fahrleitung aus praktischen Gründen nicht vollständig realisiert.